„LXD challenges us all to sit back and explore the very nature of the problem,
before we come up with solutions.“

Clark 2022, S.10

Der Begriff des Learning Experience Designs (kurz: LXD) ist durch die drei Elemente „Lernen“ (engl. Learning), „Erfahrung“ (engl. Experience) sowie „Gestaltung“(engl. Design) gekennzeichnet.  

LXD zielt darauf ab, Erfahrungen zu gestalten, durch die Menschen besser lernen können. Es handelt sich dabei um einen Prozess, in dem das Lernen selbst sowie das Erreichen von Lernzielen im Fokus stehen (vgl. Clark 2022, S.1). Dafür werden mediengestützte Lernumgebungen und -angebote entwickelt, die an den Bedarfen der Lernenden ansetzen und sich durch eine lernförderliche Gestaltung auszeichnen.

Um den Prozess des Learning Experience Designs besser zu verstehen, ist es hilfreich, die drei o.g. Elemente kurz zu betrachten:

Erfahrung beschreibt in erster Linie all das, was wir bewusst mit unseren Sinnen erfassen oder wahrnehmen (ebd., S.6). Erfahrungen sammeln wir, indem wir uns in Situationen begeben: wir nehmen aktiv wahr, wir entwickeln Lösungen, setzen diese wohlmöglich um und reflektieren sie im Anschluss. Die Situationen in denen wir Erfahrungen sammeln, können dabei überall und zu jeder Zeit stattfinden. Aus diesen Erfahrungen lernen wir.

Lernen meint das langfristige Erhalten von Wissen und von Fähigkeiten (ebd., S.2). Um Lernen nachhaltig zu gestalten, benötigen Lernende die Möglichkeit zur Erfahrung. Darin können sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten (wieder) erwerben, diese verstärken und ausbauen, sie einüben und auf ihre individuelle Lebenspraxis anwenden (ebd.). Lernen und Erfahrung sind dabei als ein fortlaufender, verwobener Prozess zu verstehen (ebd.).  

Die Gestaltung von Erfahrungen bedingt die Wirksamkeit von Lernen. Um jene Erfahrungen und somit auch das Lernen zu fördern, braucht es Designer:innen, die wissen, wie Lernräume und -angebote lernförderlich gestaltet werden. Mit Blick auf den Digitalraum geht es dabei nicht nur um die Auseinandersetzung mit Farbgebung oder Typographie, und auch nicht darum, welches Tool besonderen Unterhaltungsfaktor liefert. Es bedarf ein umfassendes Verständnis für die Lernenden, die Kontexte in denen sie sich bewegen und über die Wege, mit denen sie ihre persönlichen Lernziele erreichen können. Gestaltung umfasst also die Entwicklung von Lernumgebungen, die Aufmerksamkeit fördern, Möglichkeiten zur Partizipation und Erprobung eröffnen sowie den Transfer von Wissen unterstützen (ebd., S. 9). Dafür greift sie auf Elemente des (digitalen) Lernens zurück.

Literatur: 

  • Clark, D. (2022). Learning Experience Design: How to Create Effective Learning That Works. Kogan Page.

Ressourcen, die ebenfalls hilfreich sein könnten:

Loading spinner

Categorized in: